Die Woche in 160 Zeichen:

Ein neuer Weinjahrgang wird geerntet. Logo für die Guldentaler Jungwinzer*innen. Und warum jeder einen Job haben sollte, den er liebt.

Zeit der Weinlese

Endlich. Die Weinlese hat begonnen. Dieses Jahr ungewohnt spät, die letzten Jahre nach den Knaller-Sommern wurde hier schon Anfang September mit voller Kraft gelesen. Dieses Jahr haben sich die Trauben Zeit gelassen. Ich erinnere mich noch an meine frühe Jugend, da hab ich mein Taschengeld, damals noch in Mark, in der Weinlese aufgebessert. Und es war kotzerbärmlich kalt. Letztes Jahr in der Weinlese war man froh, wenn man die Sonnencreme eingepackt hatte und irgendwo ein kühles Getränk bereitstand.

Ein Logo für die Guldentaler Jungwinzer*innen

In diesem Jahr fand die Guldentaler Kerb (also auf Hochdeutsch „Kirmes“) im August unter Corona-konformen Sicherheitsbedingungen statt. Und es gab eine schöne Premiere: Die Jungwinzer hatten zum ersten Mal einen gemeinsamen Weinstand und wollten für sich als Gruppe ein Logo. Ein sehr, sehr cooles Projekt, das trotz knappem Zeitfenster völlig reibungslos über die Bühne ging.

Für’s Erste gibt’s hier nur das Foto vom Weinstand und den Jungwinzer*innen, die Projektseite folgt. Bald. Demnächst. Hoffentlich. Irgendwann. Du weißt, was ich meine …

Menschen & Arbeit

Kennst du das, wenn plötzlich ein Thema auftaucht und du scheinbar in allen möglichen Situationen wieder und wieder mit der Nase draufgestoßen wirst? Vielleicht ist es kosmische Fügung, vielleicht auch nur Einbildung … Mir ist in den letzten Tagen ständig das Thema Talente/Fähigkeiten vs. Arbeit untergekommen. Ein wunderschönes Thema!

Ich durfte dieses Jahr stärker denn je miterleben, wie Menschen aufblühen, wenn sie endlich etwas tun, was ihren Talenten, Fähigkeiten und Neigungen entspricht. Etwas, das Freude macht und mit Wertschätzung belohnt wird. Wie sehr sich jemand nur durch einen Jobwechsel (oder in diesem Fall eine Selbstständigkeit) verändern kann, ist mir diese Woche so richtig bewusst geworden.
Und die Veränderung betrifft natürlich nicht nur diesen einen Menschen, sondern sein ganzes Umfeld. Familie, Freunde und letztlich die ganze Gesellschaft. Denn wenn jemand unter seinem Job leidet (was er selbst vielleicht nicht mal wahrnimmt), macht er auch einfach keinen guten Job.

Du kannst das hervorragend bei Menschen beobachten, die im Service arbeiten; egal ob im Restaurant oder an irgendeiner Hotline: Da gibt es die, bei denen du dich gut aufgehoben fühlst (selbst wenn sie dir nicht weitergeholfen haben), und die, bei denen du dir vorkommst wie der letzte Depp. Der signifikante Unterschied liegt meiner Meinung nach darin, dass der eine Freude an seinem Job hat und der andere nicht.
Das muss übrigens nicht mal am Job liegen. Vielleicht passen auch einfach die Rahmenbedingungen nicht.

Wer mit seinem Job unzufrieden ist, macht sich und anderen das Leben schwer. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Menschen aus fadenscheinigen Gründen in einem Job verharren, der ihnen nicht gut tut. Aber der Job ist doch sicher! Aber ich hab doch nette Kollegen! Aber ich brauch doch das Geld! Aber ich find doch nix anderes! Aber was sollen denn die Leute denken?

Kennst du irgendwas davon? Von dir oder von Menschen in deinem Umfeld? Das sind alles nur sinnlose Ausreden. Alles Geld der Welt und alle vermeintliche Sicherheit sind nichts wert, wenn der Job nicht zum Menschen passt, aus welchen Gründen auch immer. Das Leben ist zu kostbar, um es mit Arbeit zu verschwenden, die einem nicht liegt. Davon hat niemand was. Ich wünsche mir so, so sehr, dass viel mehr Menschen das tun, was sie lieben. Glaub mir, die Welt wäre ein noch viel schönerer Ort.

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