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journal#18

von | 11. Mai 2022 | Weekly Journal | 1 Kommentar

Fantasie und Selftalk: Stell dir vor, die Zukunft würde gut werden. Wieso? Weil du ihr damit die Chance dazu gibst und obendrein deine Gegenwart besser machst.

INHALT

Stell dir vor …

Die Zukunft wird geil!

Die Zukunft in der Gegenwart

Jessica Lorenz

Die Power der Fantasie

Stell dir vor …

Sag mal, wie stellst du dir eigentlich die Zukuft vor? Deine eigene, persönliche, und damit auch die der ganzen Welt.

Beschreib doch mal deine Zukunft.
Jetzt.
Was kommt da? Was siehst du? Wie fühlt sich das an?
Nimm dir ruhig mal drei Minuten Zeit, während ich dir erkläre, wie ich darauf komme.

Ich war letzte Woche in der großen Stadt (Weltmetropole Koblenz) und weil ich mich in Städten so fehl am Platz fühle, hab ich mich in eine Buchhandlung geflüchtet und ein Buch gekauft, das mich so mittelmäßig angesprochen hat: „Stell dir vor … Mit Mut und Fantasie die Welt verändern“ von Rob Hopkins. Die Tage hab ich dann angefangen, es zu lesen. Zunächst beschreibt der Autor eine schöne, grüne Zukunft, „eine Geschichte darüber, wie sich die Dinge zum Guten wenden“. Dann geht es ein bisschen um den Klimawandel und dann um die Power der Vorstellungskraft. Dazwischen fällt der Satz:

„Bedenkt man, was die Menschheit alles geschaffen hat, und zwar vorangetrieben von einem sprunghaften Wachstum des Vorstellungsvermögens, fragt man sich, warum wir es einfach nicht hinbekommen, uns ein sichereres, gesünderes, glücklicheres und friedlicheres Fortkommen vorzustellen?“

Und deshalb frage ich dich heute, wie es eigentlich um deine Vorstellungskraft bestellt ist und wie du sie nutzt.

Dabei ist es mir erstmal gar nicht wichtig, ob du dir den Zustand der Welt insgesamt oder nur den deines Bankkontos oder Sixpacks vorstellst. Auf irgendeiner Ebene hängt das eh alles zusammen.

Egal, was wir uns wünschen oder erreichen wollen: Es wird leichter, wenn wir es uns vorstellen können. Wahrscheinlich wird es sogar erst dadurch möglich. Das ist jetzt auch kein Gesetz der Anziehung oder Workshop des Erschaffens, das ist Grundlagenwissen Psychologie. Unser Verstand setzt uns Grenzen. Wenn du morgens aufstehst und dir sagst, dass der Tag kacke wird, dann, rate mal, wird der Tag kacke. Am Abend bleibt dir wenigstens die Befriedigung zu sagen: „Siehste, hab ich doch gewusst, dass der Tag kacke wird.“
Glückwunsch dazu.

Und so ist es leider mit allem. Mit der nächsten Diät, mit dem neuen Job, mit Mr. oder Mrs. Right und dem Fortgang der Weltgeschichte. Und der Pessimismus, die Unsicherheit, die Angst vor der Zukunft und dem Sich-Einlassen sind allgegenwärtig

Wir brauchen mehr positive Gedanken. Wir brauchen mehr Visionen. Denn daraus entstehen Mut und Lebensfreude – und die sind die Voraussetzung dafür, etwas zum Guten zu ändern. Wir brauchen mehr Menschen, die an sich glauben. Mehr Menschen, die sich auf die Zukunft freuen und bereit sind, sie zu gestalten. Im Kleinen wie im Großen.

Wo wären wir denn heute, wenn Columbus damals gesagt hätte: „Ach, Seeweg nach Indien … Ma gucken. Ich glaub ja noch nicht so richtig dran. Lassen wir’s lieber gleich.“

Columbus ist irgendwo auf den Bahamas an Land gegangen. Kein Seeweg nach Indien. Und garantiert hat irgendwer damals gesagt: „Siehste, Chris, hab ich doch gewusst, dass das kacke wird. Ich hab’s doch gleich gesagt. Wärste ma besser daheim geblieben.“

Nur mal angenommen …

Die Zukunft wird geil!

Komischer Vergleich? Nein. Columbus ist nur ein irre prominentes Beispiel für jemanden mit Vorstellungskraft, mit einer Vision. Es gibt Milliarden weitere – nämlich jedes Kind dieser Welt, das mal irgendwas werden will, wenn es groß ist.

Bevor ihm jemand sagt, dass es das nicht schafft.
Bevor ihm jemand sagt, dass man da doch viel zu wenig verdient.
Bevor ihm jemand sagt, dass das brotlose Kunst ist.
Bevor ihm jemand sagt, dass das nicht geht.
Und bevor es den ganzen Quatsch glaubt.

Fakt ist, wir haben überhaupt keine Ahnung, was geht oder nicht geht, was möglich ist und was nicht. Vielleicht erinnerst du dich ja genau wie ich noch an die Zeit, bevor man dieses Internet hatte. Hättest du vor zehn oder zwanzig Jahren daran geglaubt, dass all das, was heute durch das Internet möglich ist, jemals möglich sein würde?

Im Januar 2007 hat Steve Jobs das allererste iPhone vorgestellt. Ich würde sagen, da wurde das Smartphone geboren. Da konnte man dann mit dem Handy fotografieren. Irgendwann konnte man sich Apps runterladen. Heute kann ich meinen Staubsauger via App steuern. Hättest du damals gedacht, dass sowas geht? Ich nicht. Aber irgendwer konnte es sich vorstellen und es ist wahr geworden.

Corona, Ukraine, Klimaerwärmung …. keine Sorge, ich will gar nicht behaupten, dass alles total rosig aussieht. Sah es aber nie. Irgendwas war immer.

Aber was wäre denn, wenn, wie Rob Hopkins sagt, sich die Dinge zum Guten wenden? Der erste Schritt, dass das passiert, auf globaler wie auf persönlicher Ebene, ist, dass wir es uns vorstellen können. Unsere Welt muss nicht den Bach runtergehen, die Diät muss nicht scheitern, Mr. Right kann auftauchen und du kannst auch vor der Rente noch einen Job finden, den du so sehr liebst, dass du gar nicht mehr in Rente gehen willst. Und obendrein gibt es da draußen auch noch jede Menge Kinder, die Erfinder und Entdecker werden wollen und Dinge verändern können, die wir Erwachsenen von heute uns tatsächlich nicht vorstellen können.

So. Und jetzt frage ich dich nochmal, wie deine Zukunft aussieht. Und zwar nicht die „Ach, ma gucken. Also ich glaub da ja noch nicht so richtig dran. Vielleicht lassen wir’s besser.“-Zukunft, sondern die „Ja, verdammte Scheiße, das kann richtig geil werden!“-Zukunft.
Was siehst du? Und wie fühlt sich das an? Stell dir vor, dass es gut wird. Dass du deine Ziele erreichst. Dass sich deine Wünsche erfüllen. Dass sich etwas zum Guten ändert. Dass alles immer besser wird.

Mach dir den Spaß und schreib das auf. Eine Din A4-Seite mit dem Titel „Die Zukunft wird geil“.

Wie fühlt sich das an, wenn dein Job dir Spaß macht? Wenn du morgens aufstehst und dich auf den Tag freust? Wenn du keine Schmerzen mehr hast? Wenn du eine bessere Hälfte hast, die hinter dir steht? Wenn du mehr als genug Geld hast? Wenn du dein Traumauto fährst? Wenn du dir im Spiegel deinen Sixpack anschaust? Wenn ….

Was immer es ist, das du dir wünschst, es beginnt damit, dass du es dir vorstellst.

Bewusstsein

Die Zukunft in der Gegenwart

Wenn du es schaffst, dir diese gute Zukunft vorzustellen, hat das zwei Effekte. Erstens gibst du dieser guten Zukunft die Chance, wahr zu werden. Ohne Vorstellungskraft geht es nicht. Und zweitens wird deine Gegenwart schöner. Wieso? Weil unsere Gedanken an die Zukunft unsere Gegenwart formen. Wir haben ja nur die Gegenwart. Und wenn ich mir jetzt in diesem Moment denke „Alter, die Welt geht vor die Hunde, alles scheiße und ich schaff das eh nicht.“, versaue ich mir im Hier und Jetzt die Laune und nehme mir die Power. Wenn ich mir stattdessen eine gute, eine schöne Zukunft vorstellen kann, in der ich gesund bin und in meinem Traumauto durch die Gegend cruise, erlebe ich Freude. Ich fühle mich besser, ich fühle mich stärker, ich fühle mich wertvoller, ich fühle mich sicherer.

Die Bilder, die wir in uns heraufbeschwören, beeinflussen uns. Unser Gehirn kann nicht sonderlich gut zwischen Realität und Einbildung unterscheiden – deshalb verziehst du die Schnute, wenn ich dir sehr plastisch schildere, wie du in eine Zitrone beißt. Deshalb kratzt du dich, wenn dir jemand von Läusen und Flöhen und Milben erzählt.

Und deshalb spuckt dein Hirn Dinge aus, die zu deinen inneren Bildern passen. Deine Wahrnehmung ändert sich. Das ist nochmal ein ganz anderes Thema, aber kurz gesagt: Du siehst plötzlich Türen, wo du vorher nur Wände gesehen hast.

Das alles funktioniert mit Dingen, die wir bewusst tun, zum Beispiel ein Vision Bord erstellen oder eine Din A4-Seite zur geilen Zukunft schreiben – es funktioniert aber auch auf einer viel subtileren Ebene – im Positiven wie im Negativen.

Nämlich damit, wie du jeden Tag über die Zukunft denkst und sprichst und was du jeden Tag über die Zukunft zu hören kriegst. Subtil deshalb, weil wir die Botschaften oft gar nicht bewusst wahrnehmen. Ich meine gar nicht die großen Gespräche über den Fortgang der Welt … Ich meine wirklich all den alltäglichen In- und Output, der die Zukunft betrifft. Und das ist eine ganze Menge und das meiste davon ist negativ. Wetten?

Ich nenn dir mal mögliche Top 5:

Ich muss noch saugen/spülen/die Steuererklärung machen/mit dem Hund raus. (Ich will nicht, aber ich muss.)

Nächste Woche soll’s schon wieder regnen. (Also freuen wir uns mal lieber nicht über das schöne Wetter.)

Na, da bin ich ja mal gespannt … (Ich glaub ja nicht dran, dass das was wird.)

Wart ma ab, … (Du wirst sehen, es wird alles total schlimm.)

Jetzt hoffe ich nur, dass ….. (Schreckensszenario, mit dem ich insgeheim rechne)

Das ist unsere ganz geläufige Alltagssprache. Aber … Jedes Mal, wenn du so einen stinknormalen Satz denkst, sagst oder hörst, erreicht dich ein kleiner Impuls, der dir, wahrscheinlich nur unbewusst, vermittelt, dass die Zukunft kacke wird und man auf der Hut sein muss. Der Ideale Nährboden für Depression, (Selbst-)Zweifel und Angst.

Achte mal bewusst auf solche Aussagen. Achte mal bewusst darauf, wie viele positive und wie viele negative Impulse rund um die Zukunft du jeden Tag beobachtest. Bei dir, bei anderen und in den Medien, die du in deine Welt lässt. Welche Botschaften kommen bei dir an? Und decken die sich mit der Zukunft, die du dir wünschst?

Ich schätze mal, nein. Dann darfst du da was ändern. Du darfst zum Beispiel ganz bewusst entscheiden, welche Medien du in dein Leben lässt. Und du darfst bewusst entscheiden, wem du von deinen Plänen erzählst. Und du darfst bewusst entscheiden, wie du über die Zukunft sprichst.

Indem du im Alltag positiver über die Zukunft sprichst; oder auch nur, indem du die negativen Aussagen weglässt, verändert sich was. Denn auch dadurch erreicht dich ein kleiner Impuls. Jedes Mal, wenn du denkst oder sagst: „Das wird gut.“ oder auch nur „Ich will, dass das gut wird.“ oder „Ich habe mich entschieden, dass ich daran glauben will, dass das gut wird.“ verschiebst du etwas zum Positiven, zum Guten. Du gibst dir die Chance, dir das Gute vorzustellen. Und damit gibst du dem Guten die Chance, wahr zu werden.

Was du denken willst und was du dir vorstellen willst, ist ganz allein deine Entscheidung. Also stell dir doch mal vor, es würde gut werden …

Hi. Mein Name ist Jessica Lorenz und ich bin Mindset Mentor für Klarheit, Identität und Erfolg. Wenn dir das Journal gefällt, kannst du es als wöchentlichen Newsletter abonnieren.

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