Seite wählen

Die Woche in 160 Zeichen:

Jammern über das Wetter, die fabelhafte Welt der Stockfotos, ein kleiner Abriss über mein Zielgruppendilemma und Arbeit total im Flow.

Sommerwetter

Vorletzte Woche Sommerferien in Rheinland-Pfalz. Die Temperaturen sind um gefühlte tausend Grad gesunken. Wenn man zu lange im Büro sitzt, werden die Finger kalt. Man könnte glatt die Heizung anmachen. Aber Heizung im August geht gaaaar nicht. Die bleibt aus. Da strick ich mir lieber noch ein paar fingerlose Handschuhe zum Arbeiten. Außerdem (ich weiß gar nicht, wie ich es sagen soll …..) mag ich es, wenn es nicht so wahnsinnig heiß und sonnig ist. Nicht so grell. Etwas gedeckter. Und ich mag den Regen. Jetzt ist es raus: Ich finde schlechtes Wetter super. Und gutes Wetter auch. Ist einfacher, als sich ständig über das Wetter zu ärgern und anderen mit Wetter-Jammer-Smalltalk auf den Geist zu gehen. Einfach das Beste draus machen.

Stockfotos vs. eigene Fotos

Gerade kam die Frage auf, ob wir für eine Website „irgendwelche“ Stockfotos oder lieber eigene Fotos verwenden sollten. In Ermangelung eigener Fotos zum Thema habe ich mich in die abscheulich große Welt der Stockfotografie begeben. Und ganz im Ernst: Es gibt so viele gute Fotos mit tollen Motiven. Völlig kostenlos. Alle Bilder (also die, die nur dem Ambiente dienen), selbst machen zu wollen, ist meistens totaler Quatsch. Was spricht denn dagegen, auf seiner Website tolle Fotos anderer Künstler auszustellen? Jeder, der Stockfotos kostenlos zur Verfügung stellt, ist doch happy, wenn sie auch irgendwo verwendet werden. Aber: Bitte immer schön mit Quelle! Das ist zwar bei Unsplash und Co. keine Pflicht, gehört sich aber einfach so. Karma, Baby! Und weil wir auch diesen Text bebildern müssen, kommen hier die zwei Stockfotos, die mir beim Stöbern diese Woche besonders gut gefallen haben. (Ich habe übrigens weder nach Burgen noch nach Raupen gesucht …)

 

 

Eine kleine farbenfrohe Raupe Nimmersatt von Richard Sagredo via Unsplash
Die Burg der Burgen von Tim Rebkavets via Unsplash

Die „Zielgruppe“ 🤮

Ich kann das Wort „Zielgruppe“ nicht mehr ausstehen. Ich finde es völlig abwertend und fehl am Platz. Zielgruppenanalyse. Alter! Das sind Menschen. Keine Laborproben.

Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist, dass ich oft Dinge sehe, wo ich mir dann denke „Das ist doch überhaupt nicht zielgruppengerecht!“. Da fasel ich dann plötzlich selbst von Zielgruppe. Auf der einen Seite finde ich es hässlich, die „Zielgruppe zu analysieren“ – auf der anderen würde ich mir wünschen, dass Unternehmer etc. sich etwas mehr in ihre Zielgruppe reinversetzen würden.

Es hat 5.000 Zeichen gelöschten Blogartikel gebraucht, bis ich für mich den Unterschied verstanden hab. Analysieren ist irgendwas von außen; beobachten, auswerten. Laborproben. Sich in etwas oder jemanden hineinzuversetzen, ist eine ganz andere Hausnummer. Das erfordert Mitgefühl, Empathie. Sowas. Nichts, was man mit Maximalgewinnen assoziieren würde.

Ich hab mein Problem mit der „Zielgruppe“ noch nicht ganz durchschaut und werde wahrscheinlich nochmal 5.000 Zeichen Blogartikel tippen müssen, bevor mir ein Licht aufgeht. Let’s see.

Total im Flow

Flow ist (grob gesagt) der Zustand, in dem du angenehm beschäftigt bist und völlig in dem aufgehst, was du tust. Der Begriff wurde von Mihály Csíkszentmihályi geprägt. Ich hab zur Zeit recht viele Flow-Erlebnisse und während ich Pixel millimeterweise nach rechts oder links schubse, vergehen Stunden. Einfach so. Plötzlich ist es dunkel und die Hunde waren auch noch nicht draußen. Da ist mir irgendwie mal wieder aufgegangen, dass meine Arbeit sich gar nicht wie Arbeit anfühlt. Anders gesagt: Ich hab in Sachen Work-Life-Balance völlig versagt und finde das ziemlich cool. Wenn dich das Thema interessiert, kannst du hier den Artikel dazu lesen. Ich wünsch dir viel Spaß dabei und hoffe, dass deine Woche ebenfalls mit ganz viel Flow vergangen ist.

Weiterlesen? Vielleicht ist hier was dabei, das dich interessiert.

Fotophobie
Brand-Fotoshooting: Das erste Mal war gruselig. Wie erste Male halt so sind. Gedanken zu Sichtbarkeit, zum Polarisieren und zum Machen.
journal#01

Schreibblockade. Was für ein zauberhafter Anfang für 22. Liegt am Yoga. Herz über Kopf und Bauchgefühl und so. Kann nur besser werden.

journal#51

Sinn und Sinnlichkeit. Was heißt denn eigentlich Besinnlichkeit? Und wie hängt sie mit den guten Vorsätzen für das neue Jahr zusammen?